Lebenslauf

Eigentlich ziehe ich es vor, meine Arbeiten für sich selbst sprechen zu lassen, aber ein wenig Hintergrundinformation mag von Interesse sein. So, here we go:

In der Schule hatte ich ein Abkommen mit den meisten Lehrern, welches mir erlaubte im Unterricht zu zeichnen, solange ich aufpaßte und hin und wieder die Hand hob um eine Frage zu beantworten. Das war ein guter Pakt. Meine Leidenschaft für's Zeichnen habe ich mir bis heute bewahrt. Meist trage ich ein Skizzenbuch mit mir herum.

Nach meinem Abitur 1996 entschloß ich mich, Kunst ernsthafter zu betreiben. Ich began, Visuelle Kommunikation an der Bauhaus Universität in Weimar, Thüringen zu studieren. Video entwickelte sich schnell zu dem Medium, in dem ich am meisten arbeitete. Bei Projektarbeiten experimentierte ich mit narrativem Kurzfilm, Dokumentar- und Trickfilm. Letzterer faszinierte mich am meisten. In der Konzeptualisierung dieser Kurzfilme, dem Zeichnen von Storyboards und ähnlichem, bemerkte ich, daß die klassischen zeichnerischen Fertigkeiten, durch die ich Ideen schnell visualisieren und anderen Mitglieder meines Teams vermitteln konnte, sehr hilfreich und zudem ein wenig ungewöhnlich waren.

Die unkonventionelle, individualistische Struktur des Studiums in Weimar gab mir den Freiraum mich als Künstler zu entwickeln und meine persönlichen Interessen weiterzuverfolgen. Daher arbeitete ich neben dem Studium an einem selbstmotivierten Projekt: der Illustration der Werke JRR Tolkiens. Seine Bücher hatten seit der ersten Lektüre einen enormen Einfluß auf mich und meinen künstlerischen Werdegang gehabt. Indem ich meine Tolkien-inspirierten Bilder im Internet veröffentlichte, erhielt ich Lob und Kritik von Künstlern aus dem gleichen Metier, und von Fans weltweit. Dies führte zu Einladungen von Tolkiengesellschaften und Ausstellungen in Galerien. Außerdem ermutigte es mich, eine Karriere als freiberufliche Buchillustratorin anzustreben.

Nach meinem Diplom an der Bauhaus Uni entschloß ich mich, mich für das letzte Jahr des BA (Hons) Art & Design-Kurses am Colchester Institute, Colchester, England einzuschreiben, wo ich auch schon mein Auslandssemester verbracht hatte. Mir ging es weniger darum, eine weitere akademische Qualifikation zu erwerben, als vielmehr meine Fertigkeiten als Grafikerin und meine Kenntnisse der Typografie zu verbessern, die ich meiner Meinung nach während meines Studiums in Weimar vernachlässigt hatte. In meiner Abschlußarbeit, die sich mit der Illustration des altenglischen epischen Gedichts Beowulf beschäftigte, hatte ich die Möglichkeit, Grafikdesign, Typografie und Illustration zu verbinden, und dies bei einem Thema, das an meine früheren illustrativen Arbeiten anknüpfte.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland begann ich als freischaffende Grafikerin und Illustratorin an einer Reihe von Projekten und Aufträgen zu arbeiten. Unter anderem zeichnete ich Illustrationen für einen Gedichtband und eine Serie von Geistergeschichten aus Herborn, Veröffentlichungen über Troja und Alexander den Großen, außerdem Postkarten, Plakate und Portraits. Darüberhinaus gestaltete ich verschiedene Publikationen der Deutschen Tolkien Gesellschaft, deren Magazin Der Flammifer von Westernis ich layoute.

Sich über jede neue Herausforderung freuend und sie annehmend, begann ich 2004, an der örtlichen Volkshochschule Zeichen- und Malkurse zu geben. Unterrichten machte mir soviel Spaß, daß ich seit 2005 an meinem alten Gymnasium als Kunstlehrerin tätig bin, und derzeit am Ausbau meiner Lehrqualifikation arbeite.

Ebenso versuche ich, weiterhin im Bereich Illustration aktiv zu bleiben. So habe ich in den letzten Jahren für verschiedene internationale Verlage wie Subterranean Press (USA), Walking Tree Publishers (CHE), den Verlag Portal Editions (ESP) und den G&G Verlag (AUT) gearbeitet. Außerdem stelle ich regelmäßig bei Treffen der Britischen und Deutschen Tolkien Gesellschaften aus.

Der Höhepunkt in diesem Bereich war die Einladung als Gast-Künstler zur Internationalen Konferenz "Tolkien 2005" in Birmingham, UK, wo ich neben berühmten Tolkien-Künstlern wie Alan Lee und Ted Nasmith ausstellen und Panels bestreiten durfte. Außerdem wurde eine Anzahl meiner Tolkien-inspirierten Aquarelle in der Dokumentation "Ringers – Lord of the Fans" verwendet (Verleih: Sony Pictures, 2005). Die künstlerische Auseinandersetzung mit den Werken JRR Tolkiens ist immer noch meine Passion, und so versuche ich stets meine Mal- und Zeichenfertigkeiten durch das Anfertigen von neuen Arbeiten zu verbessern, in der Hoffnung, meine Werke irgendwann einmal veröffentlicht zu sehen.

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